Ist der rückwärtige Mast am Oberwagen der zu Traglaststeigerung dient. Die Bezeichnung Derrick wird von Liebherr verwendet. Bei Demag heißt es Superlift,
bei Gottwald Maxilift, im Prinzip hat jeder Hersteller seinen eigenen Namen für die Traglaststeigerung. Als weitere Traglaststeigerung gibt es auch noch die Abspannung. Dazu aber später mehr. Hier ein Bild des LR
11200 von MIC während der Testphase in Nenzing/A. Hier ist sehr schön der Derrickmast, Länge: 42 m, zu sehen. 
Vom Kopfstück des Derrickmastes geht eine Stangen-Abspannung zum A-Bock, mit dessen Hilfe wird der
Derrickmast in die Arbeitsstellung gezogen. Die andere Stangen-Abspannung geht zum Ballstwagen mit zusätzlichen Konter- oder Gegengewicht. In diesem Falle sind bis zu 600 t zusätzlich möglich.
Hier noch ein detailliertere Aufnahme eines Raupenkranes Typ LR 1600/1 (von Felbermayr) mit dem Ballastwagen und dem zusätzlichen Kontergewicht. Die Aufnahme stammt von einem Hobby-Kollegen.
Anstelle eines Ballastwagens kann auch eine Grundplatte mit Aufnahmen für die Stangen-Abspannung
verwendet werden. Dies ist dann der sogenannte Schwebeballast. Auch diese Aufnahme wurde mir freundlicherweise von einem Hobby-Kollegen zur Verfügung gestellt.
Verwendet z. B. Schmidbauer an seinem AK 850. Den Unterschied zwischen dem gezeigten Schwebeballast
eines LR 1800 und dem Schwebeballast des AK 850 von Schmidbauer soll kurz erklärt werden.
Der gezeigte Schwebeballast kann mittels Hydraulikzylinder angehoben und abgesenkt oder bei Bedarf
abgehängt werden. Schmidbauers Schwebeballast hat keine Hydraulikzylinder zum Heben und Senken.
Der Vorteil bei der Ausführung mit Hydraulikzylinder ist, daß nicht ständig das benötigte Kontergewicht,
mit einem kleineren Kran, Auf- bzw Abgeladen werden muß.
Bei Arbeiten mit zusätzlichem Kontergewicht ist es notwendig ständig ein Gleichgewicht zwischen Last und
Gegenballast zu haben. Beim Anziehen der Last wird also immer mehr Ballast benötigt, da immer mehr Last an der Hakenflasche des Kranes hängt.
BEISPIEL:
Ein LR 1600/1, Mastlänge: 63 m, Derrickmastlänge: 31,5 m zieht bei einer Ausladung von 10 m 321 t. Nach dem Schwenken muß er aber auf eine Ausladung von ca. 26 m.
Zum Schwenken wird kein zusätzlicher Ballast nötig, wohl aber um die Last bei einer Ausladung von ca. 26 m einzubringen. Also wird nach dem Schwenken der Schwebeballst mit Hilfe der Hydraulikzylinder
angehängt und mit dem Absenken des Hauptauslegers angehoben.
Hätte man diesen Hub mit einem angehängten Ballastwagen durchgeführt (sofern genügend Platz vorhanden
ist, denn der Ballastwagen benötigt bis zu 22,5 m Schwenkradius, der Kran nur 10,62 m) wäre das zusätzliche Kontergewicht vom Ballastwagen getragen worden.
Bei Schmidbauers AK 850 ist die Grundplatte des Schwebeballastes ständig angehängt und muß nach dem Schwenken mit einem zusätzlichen Kran ballastiert werden. Ein etwas aufwendigerer Arbeitsablauf. Dazu
muß man aber sagen, daß dieser Unterschied an der Kranentwicklung liegt. Der AK 850 ist Baujahr 1982, die beschrieben Schwebeballast-Ausführung mit Hydraulikzylinder wendet Liebherr seit 1992 an.